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Der Preis eines unserer Welpen
In eigener Sache - aufgrund vermehrter Anfragen von Interessenten nach Welpen von uns, musste ich meinem Unmut Luft machen.
Es häufen sich die Anfragen bei uns, die mit folgenden Worten beginnen:
"Hallo, ich habe gelesen, dass Sie Dackelwelpen haben. Was kostet denn einer ???"
Wenn ich dann den Preis von 650 Euro sage, kommen die schönsten Reaktionen,...
Ungläubigkeit ist da noch das Harmloseste...
Wir verkaufen hier keine Möbel oder irgendeine Maschine. Es geht um ein Lebewesen. Selbst bei einem Möbelstück erfragen sich die angehenden Käufer, nachdem sie ein Bild in einem Prospekt gesehen haben (wie vielleicht vergleichsweise hier Bilder auf meiner Homepage), wie ist die Qualität der verarbeiteten Stoffe, wie massiv das Holz und vielleicht möchten sie doch erst das Stück anfassen und in Natur sehen, bevor sie nach dem Preis fragen oder den Preis als „zu hoch für so ein kleines Tier“ beurteilen.
Dann fangen sie an, die verschiedenen Preise in Abhängigkeit von der Qualität zu vergleichen. Warum ist das einfacher bei einem Einrichtungs- oder Gebrauchsgegenstand als bei einem lebenden Hund? Ein zukünftiges Familienmitglied, das die nächsten 10 bis 15 Jahre ein Begleiter in guten und auch in schlechten Zeiten sein wird? Viele geben für eine Sonderausstattung im Auto mal eben mehr aus ohne nachzudenken, als hier ein Lebewesen in der Anschaffung kostet. Das gibt mir zu denken.
Wir wollen, dass jeder einzelne unserer Welpen - das lebende Wesen - als ein Familienmitglied betrachtet wird. Dem zukünftigen Herrchen und/ oder Frauchen sollte es nicht an erster Stelle um den Anschaffungspreis gehen. Wer da um 100 Euro handelt und nörgelt, "wie kann ein sooo kleiner Hund so viel Geld kosten!" (Empörung und Unverständnis in der Stimme, als ob wir den Käufer ausnehmen wollten), bei dem möchte ich nicht wissen, wie er handelt, wenn der Tierarzt irgendwann sagt, was eine Operation nach einem Unfall zur Lebensrettung kostet. Wird dann auch so lange überlegt und versucht zu handeln, oder was ist das Tier dann Wert?
Es ist schwierig, den WERT eines Welpen zu bestimmen. Aber: Qualität der Aufzucht in den ersten grundlegenden Lebenswochen eines Hundes, die viel dazu beitragen, wie er sich im zukünftigen Leben verhält, hat eben seinen Preis.
Qualität, die wir zusichern in unserer Zucht:
-> Vor der Geburt der Welpen:
- Verpaarung gesunder Blutlinien der Elterntiere,
- Fitnesstraining und Bewegung sowie bestes Qualitätsfutter für die tragende Hündin,
- permanente Fürsorge schon eine Woche vor und dann bei der Geburt,
- integrierte Hausaufzucht der Welpen mit permanentem Familienanschluss,
- tierärztliche Untersuchung innerhalb 24 Stunden nach der Geburt und bei der kleinsten Unregelmäßigkeit in der Entwicklung des Welpen,
-regelmäßige Entwurmung mit den besten zur Verfügung stehenden Medikamenten,
- ausgesprochene täglich mehrmalig erfolgende Hygiene im Welpenbereich,
- tägliche Schmuse- und Spielstunden mit den Welpen zur Gewöhnung an Menschen (auch mit Kleinkindern und alten Menschen),
-> des weiteren Gewöhnung an:
- verschiedene immer wieder fremde Menschen unterschiedlichen Alters, fremde und rudelzugehörige Hunde, Halsbandtragen, Autofahren, Alltagsgeräusche und -situationen, Außenauslauf mit verschiedenen Spielmöglichkeiten.
- Versorgung mit bestem Qualitätsfutter,
- Grundimmunisierung (=Impfung), tierärztliche Enduntersuchung vor der Abgabe,
- Chippung und Abnahme vom DTK- Zuchtwart,
- Ahnentafel vom und Eintragung beim Deutschen Teckel Klub 1888 e.V.
Jeder Welpenkäufer erhält zudem bei Abholung seines neuen Familienmitgliedes:
- Mappe mit Informationsmaterial rund um den Welpen von Pflege bis zu Literaturhinweisen fr den interessierten Hundebesitzer, der mehr wissen möchte,
- Futter für mindestens zwei Wochen, Spielzeug, Decke aus der Welpenkiste zum einfacheren Eingewöhnen in das neue Zuhause, Tipps und Ratschläge für die schnelle Umgewöhnung.
Der Preis eines Welpen aus solch einer Aufzucht versteht sich ohne Gewinnspanne. Es ist ein Hobby, bei dem die investierte Zeit, die der Züchter und dessen Familie aufwendet, nicht bezahlt werden kann. Aber es muss ein für den Züchter trotzdem bezahlbares Hobby bleiben, da sonst nicht mehrere Zuchthündinnen gehalten werden können, die gut ernährt und tierärztlich versorgt sowie versichert und angemeldet sein können. Irgendwann ist das Ende des Zuchtalters einer Hündin erreicht, auch dann will sie ernährt werden und gesund erhalten bleiben. Kann der Unterhalt der Hündinnen und die Aufzucht der Welpen nicht mehr über die Einkünfte aus den Welpenverkäufen finanziert werden, dann geben immer mehr Züchter ihre Zucht auf.
Es gibt natürlich noch eine andere Möglichkeit:
Wer die Qualität und den Welpen aus einer kleinen Zucht mit 1 - 3 Würfen pro Jahr nicht "braucht", kann sicher für weniger Geld einen Welpen aus einer Massenzucht und /oder reinen Stallaufzucht bekommen. Hier fehlen aber die wesentlichen menschlichen Kontakte. Ob die Gesunderhaltung und Pflege der erwachsenen Tiere und der Welpen in dem Maße gegeben ist, wie bei Kleinzüchtern, wage ich zu bezweifeln. Was nützt der geringere Anschaffungspreis, wenn im Folgeleben die Gesundheit teuer bei Tierarzt erhalten werden muss oder vielleicht sogar Verhaltensstörungen auftreten (muss nicht, kann aber).
Unsere Welpen sollen ein langes und glückliches Leben in ihren Familien führen. Unsere bisherigen Welpenkäufer waren mit unserer Aufzucht sehr zufrieden. Mit 90 Prozent der Welpenkäufer pflegen wir einen regelmäßigen und zum Teil sehr intensiven Kontakt, sie sind glücklich mit ihren Dackel-Familienmitgliedern. Ich als Züchterin bin froh, den Welpen als Grundstock für ihr weiteres Leben genau die schöne Welpenzeit bei mir gegeben zu haben, die sie verdienten. In diesem Sinne werde ich so weiter machen, wem das egal ist und wer darauf keinen Wert legt, sollte sich woanders einen Welpen suchen.
Vielen Dank für die Geduld und das Interesse an meinen langen Ausführungen.
Katrin Fritsch.
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